Röllizunft

Kurze Reminiszenz über die Röllizunft Gersau seit ihrer Gründungszeit

Wann und wie entstand die „Röllizunft“ Gersau

Im Herbst – Winter 1946, also kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, während die Fasnacht in Gersau, wie anderswo auch kaum mehr wahrgenommen wurde, ja teilweise gar verboten war, diskutierten ein paar junge Gersauer im damaligen Hotel Des Alpes über das frühere traditionelle Fastnachtstreiben in Gersau. Aus der Diskussion entwickelte sich ein ernsthaftes Gespräch über die Gestaltung einer neuen Fasnachtsbewegung in Gersau und man kam überein, dass es an der Zeit sei eine Fasnachtsgesellschaft zu gründen. So wurde beschlossen, eine Gründungsversammlung im Januar 1947 einzuberufen, die dann im alten Gasthaus Schwert bereits recht gut von jungen und älteren Fasnächtlern besucht wurde.

Als erster Präsident beliebte Josef Müller, Schiffsführer, Tanzplatz. Die nun neugegründete Fasnachtsgesellschaft legt sich den Namen Röllizunft Gersau zu und die jeweiligen Generalversammlungen wurden auf den 6. Januar festgesetzt. Bereits ein Jahr später löste Alois Müller, Baumeister, damals 37-jährig, den ersten Präsidenten ab und wurde zum Röllivater ernannt. Unter seinem Zepter begann nun eine sehr hektische Zeit und er führte die Röllizunft während seinen 8 Präsidialjahren bereits zur vollen Blüte. Schon das für das erste Jahr schrieb er ein Spiel „Plöder“, das auf dem Tanzplatz aufgeführt wurde und an dem unser Symbol der GERFAZ Gestalt annahm. Er kam im Spiel aus den Rigi-Bergen herunter, wo er während vielen Jahren auf diese Inthronisation gewartet hatte. Ihn begrüssten unsere altbekannten Maschgraden: Die Rölli, die Bajassen, Dominos etc., aber auch viele, viele Damenmasken die an unserer Fasnacht künftig die dominierende Rolle spielen sollten.

Gar vieles ist dann in den folgenden Jahren zum Wohle und zur Hebung der Fasnacht in Gersau geschehen.

Gründungsmitglieder der Röllizunft Gersau:

Müller Josef (Schiffsführer), Müller Alois (Baumeister), Müller Paul (alt Amtsvormund), Müller Paul (Schiffsmeister), Nigg Paul (Schwert), Camenzind Herrmann (Stationsvorsteher SGV), Camenzind Hans (früher Lädeli), Camenzind Norbert (Bäckerei), Camenzind Otto (Bildhauer), Christen Walter (Liboris), NiedererRudolf (Prokurist), Baggenstos Karl (h.d. Sonne), Camenzind Arnold (Stampfi).