Damenmasken

Die Gersauer Damenmasken sind sicher die Hauptattraktion an der Gersauer Fasnacht. Die Maschgraden zieren den ersten Fasnachtstag. Mit ihren aktuellen oder originellen Sujets vermögen sie viel Heiterkeit und Geselligkeit in die Tanzlokale zu bringen. Bis die Damenmasken sich ihrem fasnächtlichen Hobby hingeben können, liegt eine Menge Arbeit vor ihnen. Schon etliche Zeit vor der Fasnacht sitzen die Frauen mehrere Abende zusammen und beraten und diskutieren über geeignete Fasnachtssujets. Danach beginnt eigentlich erst die richtige Knochenarbeit mit nähen und basteln.
Für das Nähen der anspruchsvollen Kleider sind die Damen meist selbst verantwortlich. Bei der Herstellung der Kopfbedeckung ist oft sehr viel geduld nötig. Hierfür greifen die Damen öfters zu Hilfen, wie Ehemänner oder anerkannte Bastelkönige des Dorfes. Einige Kopfbedeckungen sind so detailgetreu nachgebildet, dass es schade ist, wenn man sie nach der Fasnacht wieder in den Schrank versorgen muss. Wenn Kostüm und Kopfbedeckung gemacht sind, ist der grösste Teil der Vorbereitung zu Ende. Was es jetzt noch braucht, sind die persöndlichen Utensilen, welche die Damen an der Fasnacht benötigen, um die Leute in den Lokalen zu unterhalten. Spannungsgeladen warten die Damenmasken darauf, ihre prachtvollen Sujets der Bevölkerung und den Gästen,die aus der ganzen Schweiz anreisen, zu präsentieren. Mit Begleitung der Zunftmusik stellen sich die Damenmasken auf der Bühne .Auf der Bühne ziehen die Damenmasken eine Jasskarte, diese zeigt ihnen den gewinn des Belebungspreises. Dieser Geldbetrag liegt zwischen 20.- und 30.- Franken. Das Geld wird ihnen nicht gleich auf der Bühne sondern erst am Abend in den Tanzlokalen übergeben. Auf der Bühne erhalten die Damenmasken zudem eine Stempelkarte, die ihnen angibt, in welcher Reihenfolge sie die Tanzlokale zu besuchen haben. So wird ihnen bei jedem Eintritt in ein Lokal die Karte abgestempelt. Nun beginnt für die Damenmasken in jedem Lokal ihre eigentliche Aufgabe. Sie müssen sich mit den Leuten unterhalten, die Leute auf die Schippe nehmen und natürlich meist mit den männlichen Personen tanzen. Dabei werden sie in jedem Tanzlokal von einer Person inkognito bewertet und benotet. Die Resultate von allen Lokalen ergeben dann die Rangliste am Abend. Bis zum Abendessen, dass in einem Restaurant mit einem abgeschotteten Saal geschieht, sollten alle Tanzlokale, ausser dam letzen auf der Liste, besucht sein.Das letzte und noch nicht abgestempelte Lokal, bildet das Eröffnungslokal für den Abend. So stellt die Röllizunft sicher, dass am Abend in allen Tanzlokalen wieder eine oder mehrere Damenmaskengruppen anwesend sind. Betreten die Damenmasken das letzte Tanzlokal wird ihnen die Stempelkarte abgenommen und sie erhalten den Belebungspreis, den sie mit der Jasskarte gezogen haben. Auch der Konsumationsgutschein wird in diesem Lokal vergeben. Um diesen zu erhalten, müssen die Damenmasken bei dem anwesenden Röllizunftmitglied ein Los ziehen. Ist auf ihrem Los eine Zahl aufgedruckt bedeutet das ein Gewinn in einem der Tanzlokale. Die meisten Damenmaskengruppen lösen ihren Gutschein dann bei einem Fasnachtsessen ein. Bis um 21.30h beleben die Damenmasken weiter die anwesenden Gäste in den Tanzlokalen. Um 21.30h wird dann durch ein Röllizunftmitglied die Rangliste bekannt gegeben. Anschliessend begeben sich die Damenmasken in das angagebene Lokal, um den Preis abzuholen. Wie es dann so Brauch ist, versuchen die Damenmasken sich noch einmal in allen Lokalen zu zeigen, was des öftern sehr anstrengend sein kann. Um 23.30h ist dann offizielle Demaskierung und danach ist schon mancher ins Staunen geraten, wer sich alles unter den Masken befindet. Der Abrechnungsabend, meist in der Fastenzeit, bildet den krönenden Abschluss der Fasnacht. An diesen werden die Konsumationsgutscheine eingelöst, aber vor allem wehmütige Gedanken an die verflossene Narrenzeit ausgetauscht. Und mancherorts werden neue Ideen und Pläne für die nächste Fasnacht geboren.

Damenmaske Gersau

Damenmaske Gersau

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